Bernd Schmitt

Daß Pro NRW gerade in Solingen, gerade kurz vor dem 17. Jahrestag des Solinger Brandanschlags, bei dem 1993 fünf Menschen ermordet wurden, ihren Dreck abladen wollen ist hinsichtlich der Umstände der damaligen Morde noch mal eine besondere Provokation.

Über die Person Bernd Schmitt besteht eine direkte Verbindung zwischen der Pro-Vorgänger Partei DLVH, bei der auch schon Beisicht mitmischte, zum Umfeld, aus dem sich die Mordbrenner von 1993 rekrutierten.

Drei der vier für den Brandanschlag Verurteilten haben in der Solinger Kampfsportschule Hak Pao trainiert, welche von Bernd Schmitt geleitet wurde. Der notorische Aufschneider Schmitt betrieb mit seiner Schule nicht nur einen rege frequentierten Nazi-Treffpunkt, sondern war gleichzeitig vom VS bezahlter Spitzel.  

Die  alternative tacheles , Ausgabe 11 vom Herbst 98 über Hak Pao:

Bei Hak Pao trafen sich Jung- und Altnazis wie die Solinger Bernd Koch, Wolfgang Schlösser, desweiteren der Altnazi Remer und der Aktivist der später verbotenen Nationalistischen Front (NF) Meinolf Schönborn. Am 7. 3. 1992 fand bei Hak Pao eine Schulungsveranstaltung der Nationalistischen Front mit Hak Pao statt.

Laut Bericht des Landesinnenministeriums bestand der von Schmitt gegründete DHKKV (Deutscher Hochleistungs-Kampfkunstverband), dem 180 Hak Pao Mitglieder angehörten, zu 30% aus Rechtsextremisten.

Freitags fand regelmäßig ein Training in der Disziplin Special Forces Combat Karate statt, an dem besonders viele Rechtsextremisten teilnahmen.

Etwa vier mal im Jahr führte die DKI (Deutsche Kampfsportinitiative), die von dem Solinger Rechtsextremisten Wolfgang Schlösser gegründet wurde, in den Hak Pao-Räumen politische Stammtische durch, an denen sich auch etliche Personen aus verschiedenen rechtsextremistischen Organisationen beteiligten.

Schmitt betrieb mit Hak Pao und dem DHKKV Saalschutz für Rechtsextremisten und Nazis. U. a. sind bekannt: Im Herbst 1991 betrieben Mitglieder der Kampfsportschule Hak Pao Ordnerdienste für das Herbstfest der rechtsextremistischen Deutschen Liga für Volk und Heimat (DLVH). Am 5. 6. 1992 führte der DHKKV unter Beteiligung Schmitts bei einer Veranstaltung der Nationalistischen Front in Bonn mit dem führenden Holocaust-Leugner Ernst Zündel den Saalschutz durch. Am 16. 6. 1992 stellte Schmitt mit ca. 50 Personen den Saalschutz bei einer Veranstaltung der DLVH. Am 27./28. 6. 92 in Hettendorf schützte der DHKKV das NF-Bundestreffen. Am 9. 7. 1992 stellte Schmitt die Security bei einer NF-Veranstaltung mit dem Ku-Klux-Klan-Mitglied Kirk Lyons.

Zu Schmitts Spitzeldiensten heisst es wörtlich:

„Immerhin soll der nach eigenen Aussagen seit einem Jahr nicht mehr auf der Gehaltsliste des Innenministeriums stehende Schmitt seine staatsschützende Funktion u. a. mit Wissen des Chefs der verbotenen NF, Meinolf Schönborn, ausgeübt haben. Außerdem besteht bis heute noch der begründete Verdacht, daß der Staatsschutz über Schmitt eine Neonazistruktur in Solingen aufgebaut hat, ohne die es den Brandanschlag am 29. Mai 1993 eventuell nicht gegeben hätte. Polizeipräsident Köhler, dessen oberster Dienstherr, der ehemalige Innenminister Schnoor, Schmitt eine neue Identität ”in körperlicher Unversehrtheit” versprach, schweigt beharrlich zu schwerwiegenden Vorwürfen wie der Unterstützung einer kriminellen Vereinigung, Strafvereitelung im Amt und Beihilfe zur Volksverhetzung.“

Weiteres zu Schmitt und seiner Rolle beim Brandanschlag

Artikel aus dem Spiegel 22/94 vom Mai 1994

Die Deutsche Liga für Volk und Heimat (DLVH)

Die DLVH wurde 1991 von ex-NPD, REP & DVU Leuten gegründet, die heutigen Pro-Funktionäre Markus Beisicht und Manfred Rouhs waren als ehemalige Kölner REP von Anfang an dabei. Die DLVH ist die direkte organisatorische Vorläuferin von pro Köln und damit der ganzen pro-‚Bewegung‘.

Die DLVH unterhielt Kontakte zur militanten Nazi-Szene, traten gemeinsam mit Mitgliedern der NPD und der kurze Zeit später verbotenen FAP auf einer Liste zur Kommunalwahl 1994 an und setzte 1993 in WildWest-Manier ein Kopfgeld auf eine in Köln untergetauchte Roma-Frau aus.

Mehr zur DLVH hier.

Und hier schliesst sich der Kreis – wie schon oben erwähnt, hat Schmitt mehrfach und quasi von Anfang an die Veranstaltungen der DLVH geschützt, und damit auch die heutigen Pro-Führer Beisicht und Rouhs.

Die Dreistigkeit Beisichts, persönlich gerade hier seine Hetze in gerade dieser Form abzuliefern, ist unglaublich. Diese Leute haben schon 1993 zumindest mittelbar das geistige Klima geschaffen, welches den Mord an fünf türkischen Frauen inspiriert und motiviert hat.

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